Leaving on a jetplane

Kleine Spinnchen und ein bisschen Regen

Samstag, 20.07.2013

So, naja, alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei. Deshalb sind wir dann letzten Samstag los zu unserer letzten Reise in Peru. Ziel war der Amazonas und der Regenwald. Da wir ja echt keine Zeit mehr hatten, sind wir diesmal geflogen. Los ging's bereits sehr sehr frueh. Starten sollte der Flieger um 6.20. Da wir aber ja immernoch in Peru sind, ging's natuerlich erst um 7 los. Mit im HANDGEPAECK: 1,5 Liter Trinken, Shampoo, Duschgel, Rasierer, Sonnencreme, Insektenspray, ... Eben alles was am Frankfurter Flughafen nichtmal mit auf die Besucherterasse genommen werden darf. Dann sind wir angekommen. Raus aus dem Flugzeug, wo uns erstmal schwuele Luft entgegegen geschlagen ist, und uebers Rollfeld spaziert. Nachdem wir dann kurz unser Zeugs ins Hostel gebracht haben, ging's erstmal mit nem Guide nach Belen. Das ist das Armenviertel von Iquitos (der Stadt in der wir waren) und dort gibt's einen Markt auf dem man ALLES bekommt. Krokodile, Schildkroeten, Schweinefuesse, natuerliche Potenzmittel, alles was das Herz begehrt eben. War aber echt schmutzig, es hat nicht sehr angenehm gerochen und es waren 10000000 Menschen da. Mindestens. Aber war echt ganz interessant zu sehen. Am Nachmittag waren wir dann noch in ner Tierauffangstation. Da gibt's recht viele von in Iquitos bzw. dort im Amazonasgebiet. Leider sind manche auch ein wenig fragwuerdig und teils werden die Tiere wohl auch dort hingeholt um Touristen anzuziehen. Also Tiere die eigentlich auch gut in der Freiheit leben koennten. In den naechsten Tagen waren wir auch noch in anderen solcher Auffangstationen. Sort gibt's auch quasi alles; Schlangen, Seekuehe, Faultiere, Affen, Papageien, Tukane, ...

Am Abend wollten wir dann noch n bisschen in der Stadt rumschauen. Da es ja heisst, man soll sich hell anziehen im Regenwald weil dunkle Farben die Mosquitos anlocken und ich ja immer tu was man mir sagt, hatte ich natuerlich ein weisses Top an. Gute Idee im Regenwald. Ne halbe Stunde nach dem wir das Hostel verlassen hatten kam dann auch schon der Regen. Und was fuer ein Regen. Haben dann die Einheimischen gefragt wie lang der normal dauert, die Antwort war: Entweder er hoert in 10 Minuten auf oder er dauert die ganze Nacht. Naja, nachdem es 20 Minuten spaeter kein bisschen besser war haben wir uns also ein Mototaxi genommen, sind schnell was Essen gegangen und dann ins Hostel. Bei dem Regen dort haste echt keine Chance irgendwie was zu machen, schon gar nicht wenn du ein weisses Top anhast...

Am naechsten Morgen ging's dann wieder mit dem Guide nach Belen. Wie schon gesagt, dass ist das Armenviertel, und die Zustaende sind wirklich arg. Also auch in der Wohngegend, nicht nur auf dem Markt. Kann man gar nicht beschreiben. Dreck ueberall, die Haeuser sind aus Holz und auf Pfosten gebaut, weil das Viertel direkt am Fluss ist (teils schwimmen die Haeuser auch). Fenster, Tueren, oder aehnliches unoetiges Zeugs gibt es natuerlich nicht, genau so wenig wie gepflasterte Strassen oder Wege. Von dort ging's dann mit nem Boot n bisschen aufm Fluss entlang, in noch mehr Auffangstationen. Die Boote sind uebrigens auch geil. Sind quasi Ruderboote aber mit Motor halt. Warum auch immer sind die aber super undicht und von allen Seiten laeuft Wasser rein waehrend der Fahrer die ganze Zeit damit beschaeftigt ist, das Wasser mit nem kleinen Gefaess wieder rauszutun. Eine der Auffangstationen war eigentlich ein Schmetterlingshaus. Aber mit der Zeit haben sich dort dann auch immer mehr andere Tiere angesammelt. Sau witzig war Toni. Toni ist ein weiblicher Affe, der frueher Taschendieb in Cusco war. Die klaut wohl sogar Ohrringe: Macht hinten den Verschluss ab und nimmt dann beide Teile mit. Auf jeden Fall mag Toni keine Frauen, dafuer aber Maenner um so lieber. Als also nur Weiber vorne am Gehege standen ist Toni voellig ausgerastet, hat am Zaun geruettelt wie bekloppt und uns angefaucht. Dann sind die Frauen weg vom Zaun und die Maenner eben vor. Ploetzlich war Toni superlieb, hat die ganze Zeit geflirtet und keine Ahnung. Sau witzig. Naja, natuerlich gibt es dort auch Schmetterlinge. Natuerlich riesengross und wunderschoen. Und teils auch interessant. Zum Beispiel gibt es den Eulenschmetterling. Wenn der seine Fluegel aufmacht sieht das aus wie ein Eulengesicht und vertreibt seine Feinde. Ach ja, und mal noch zu den Faultieren. Die sind soooooo cool. Erstens sehen sie mega aus. Zweitens bewegen sie sich so unglaublich langsam, das kann man sich echt nicht vorstellen. Unglaublich.

Am naechsten Tag ging's dann richtig in den Regenwald. Uebern Amazonas und dann irgendwo im Regenwald war unsere Unterkunft fuer die naechsten 3 Tage. Was uebrigens witzig ist, da sind ja ganz viel Fluesse. Die haben aber immer bissle ne andere Farbe. Und da sieht man das dann ganz deutlich, wo die ineinander ueber gehn. Die naechsten 3 Tage dann haben wir einiges getan. Vor allem schlafen und essen. Waren auch bei 2 Staemmen, is aber natuerlich halt auch wieder alles super touristisch. Naja, dann eben verschiedene Wanderungen im Regenwald, einmal auch in der Nacht. Da ist es soo laut und so dunkel. Du hoerst also die ganze Zeit Geraeusche, siehst aber gar nix. Aber es is so unglaublich schoen dort. Meine ganz besonderen Freunde sind ja die Spinnen. Und die sind echt nicht gerade sehr klein. Musste mich ganz schoen zusammenreissen. Einmal sass ich am Abend auf der Terasse und hab eine geraucht. Da kam der Guide und zeigte mir ein Spinne, gross wie eine Hand, die ueber mir am Dach sass. Ich ganz tapfer ruhig geblieben und wollte nach der Zigarette meine Kamera holen, um die Spinne zu fotografieren. Ja, leider war die dann schon weg. Fand ich nicht so gut. Flavia meinte auch, dass sie immer wieder heimlich Spinnen von meinem Koerper entfernt hat. Aber ich habs ueberlebt. Hatten auch Kakerlaken im Zimmer und Froesche im Klo. Fand ich witzig.

Nur kann man das alles echt nicht soo gut beschreiben, dass muss man gesehen haben. Diese riesengrossen Baeume und alles. Uebrigens gibt es dort auch noch einige Staemme, die fuer sich selbst leben. Dort gibt es zum Beispiel den Glauben, dass die Pink River Delphine eigentlich Meerjungfrauen sind die die Jungfrauen aus den Staemmen schwaengern. Wenn also ne unverheiratete Frau dort schwanger wird, wars der Delphin. Hoert sich vielleicht witzig an, aber eigentlich ist es echt arg, wie wenig die aufgeklaert sind.

Naja, am Donnerstag ging's dann, mit ueber ner Stunde Verspaetung, wieder nach Lima.

Morgen geht es dann fuer mich zurueck nach Deutschland. Muss sagen, ich freu mich natuerlich bin aber auch doch n kleines bisschen traurig. War echt ne gute zeit hier. Aber naja, so isses halt.

Also bis bald.

Heimatgefühle

Dienstag, 02.07.2013

Da es in Lima nach meiner Rückkehr aus Mancora wieder grau und nass war und ja auch diese Woche schon Prüfungen sind und die Rückkehr nach Deutschland bald bevorsteht, beschlossen wir, nochmal ein Wochenende in der Sonne zu verbringen. Ziel war das "Selvamanos"-Festival in Oxapampa. Los ging's am Donnerstag Abend fast pünktlich, mit nur 3 Stunden Verspätung. Die Busfahrt war dann irgendwie nicht so geil, waren auch zwischendurch auf über 5000 Meter, das hat meinen Kopf und meine Lunge wiedermal fast zum Platzen gebracht. Am Morgen wurde dann schnell deutlich, dass wir in Oxapampa sind. Während in Peru eigentlich Flachdächer üblich sind und ganz glatt verputzte Häuser bzw. Rohbauten, haben in Oxapampa viele Häuser Spitzdächer und sehen auch sonst sehr deutsch aus. Außerdem gibt es auch einige Holzhäuser, was ebenfalls sehr unüblich ist. Der Grund dafür, dass die Häuser so deutsch aussehen ist, Überraschung, dass sie von Deutschen und Österreichern gebaut wurden. Die Deutschen sind halt immer überall... Mitte des 19. Jahrhunderts sind nämlich eine Gruppe von Tirolern und Rheinländern nach Peru ausgewandert sind. Von Lima sind sie dann 1,5-2 Jahre nach Oxapampa bzw. Pozuzo gewandert und haben sich dort, mitten im Dschungel übrigens, angesiedelt. Da im Laufe des 2. Weltkrieges deutsche Schulen bzw. alles was mit der deutschen Sprache zu tun hat, verboten wurde, sprechen heute nur noch die ganz alten Leute deutsch.

Naja, auf jeden Fall waren wir dann am Vormittag auf dem Festivalgelände. Haben natürlich auch halb Lima dort getroffen sowie Marco und Claire, die wir in Huancayo kennengelernt haben. Auch Peru ist nur ein Dorf. Da die Musik erst am Nachmittag anfing, machten wir dann einen kleinen Ausflug zu einem Fluss. Anschließend ging's dann nach Oxapampa, wo es einige Produkte mit dem Etikett "Tiroleses" zu kaufen gibt. Ich hab eine Schwarzwälderkirschtorte gegessen, die auch tatsächlich ganz gut war. Vermiss ja schon ein bisschen das deutsche Essen. Außerdem gab es dort auch endlich mal guten Kaffee, der ist in Peru ja nicht so üblich... Bin dann auch endlich mal Mototaxi gefahren, hatte ich vorher irgendwie nie gemacht. Mototaxis sind sowas wie Rikschas, also eigentlich für 2-3 Leute gemacht. Kann man aber natürlich auch problemlos zu 6 benutzen, die fahren dann zwar ein wenig langsamer, aber das stört ja nicht.

Dann kamen endlich auch Jasmine und Matthias an. Die beiden sind schon ein paar Tage früher los gefahren, weil sie noch nach Pozuzo, also in das Tiroler Dorf, wollten. Flavia und ich hatten wegen Mancora ja keine Zeit dafür. Jasmine hatte dort erfahren, dass APFELSTRUDEL eine typisches Gericht ist, welches aus dieser Region stammt. Ahja, natürlich. Die beiden haben auch erzählt, dass es in Pozuzo wohl echt eine strenge Rassentrennung gibt. Die Peruaner und die Tiroler (bzw. Deutschen) werden streng getrennt. Deshalb herrscht dort wohl auch ziemlich viel Inzest und es sehen quasi alle Tiroler mehr oder weniger gleich aus. Diese haben aber wohl erzählt, dass es in der Nähe noch ein größeres Inzestdorf gibt, wo alle irgendwie Cousins und Cousinen sind. Seltsam. Außerdem sei es wohl auch so, dass die Tiroler eben die Wohlhabenden sind und die Peruaner auch so n bisschen unterdrücken. Das ist echt irgendwie ein bisschen seltsam alles. Aber auch witzig. Vor allem weil auch in Oxapampa doch ein paar deutsche und österreichische Flaggen rumhängen. Naja, zurück zum Festival. Mit so 2 h Verspätung ging es dann los. Am Freitag war hauptsächlich englische Musik, war aber echt cool. Und die Natur war halt auch geil. Wie gesagt, Oxapampa liegt im Dschungel in den Bergen (Es gibt in Peru auch noch niedrig-gelegenen Dschungel). Dadurch war es natürlich supergrün und nicht so vertrocknet wie auf meinen bisherigen Reisen.

Am Samstag haben wir dann erstmal ein bisschen gechillt. Bis plötzlich das typisch peruanische Lied "Anton aus Tirol" unsere Ruhe gestört hat. Anschließend kamen dann noch mehr Oktoberfestmusik. Auf dem Festivalgelände haben Menschen in Dirndl und Lederhose Schuhplattler getanzt. Im peruanischen Nirgendwo. Also wirklich ein kleinesbisschen seltsam irgendwie das alles. Am Abend kam dann zum Glück wieder peruanische Musik, also spanisch anstatt deutsch. War auch wieder echt witzig.

Naja, am Sonntag ging es dann auch schon wieder zurück, denn am Mittwoch steht ja die erste Prüfung an. War aber wirklich sehr schön und interessant und ein wenig seltsam in Oxapampa.

Nach den Prüfungen geht's dann wieder in Dschungel, aber diesmal zum bzw. auf den Amazonas. Das gibt mir Kraft ;)

Hasta luego

Äh, ich glaub wir sind in Afrika...

Mittwoch, 26.06.2013

Da in Lima ja grad Winter ist, was bedeutet, dass es sehr grau und immer feucht ist, und da ja auch bald Prüfungen sind, wurde es letztes Wochenende dann mal wirklich Zeit, für einen Strandurlaub um ein bisschen Sonne und Kraft zu tanken.

Am Donnerstag ging's dann los nach Mancora, das liegt ganz im Norden von Peru bei der ecuadorianischen Grenze. Natürlich kam mein Bus am Freitag 2,5 h zu spät in Mancora an. Das waren dann halt statt 18h 20,5h im Bus, aber naja, da kommts dann echt auch nicht mehr drauf an. Aber ich beschwer mich nie wieder über die Deutsche Bahn! Mancora ist ein supersüßer kleiner Ort mit gerade mal knapp 13.000 Einwohnern und ganz vielen Strandurlaubern und Surfern. Auf dem Weg zum Hostel hab ich dann erstmal viel zu viel Geld vershoppt, weil es dort einfach viel zu viele viel zu schöne Dinge gibt. Den Rest vom Tag hab ich dann hauptsächlich gechillt und gegessen, was man im Urlaub halt so macht. Dabei habe ich mir dann, obwohl ich wirklich eingecremt war, meinen ersten Sonnenbrand (in diesem Urlaub) geholt. Wie mir später gesagt wurde, liegt Mancora auch nur 3 Breitengrade unterhalb des Äquators, also echt kein Ort für Menschen mit meiner Hautfarbe, aber naja. Die Nacht war dann auch sehr witzig. Erst hatte ich die Katze vom Hostel im Bett, die mich erst geweckt hat, und dann partout nicht rauswollte. Zum Glück hat mir dann mein Zimmergenosse geholfen. Die übrigen Zimmergenossen kamen irgendwann viel später sehr betrunken und sehr laut nach Hause, ich fands witzig, Max, der Katzenfreund, nicht so. Aber ich war einfach nur glücklich im Strandurlaub zu sein. Am nächsten Tag kam dann Flavia an, die musste am Freitag noch in die Uni und konnte deshalb nicht mit mir mitkommen. Ihr Bus kam natürlich nur ne halbe Stunde zu spät, also pünktlich für peruanische Verhältnisse. Nachdem ich mit ihr dann nochmal shoppen war, lagen wir noch am Strand und haben natürlich gegessen. Also auch nichts besonderes mehr. Am Abend saßen wir dann auch nur im Hostel rum, haben Coktails getrunken und Menschen kennengelernt...

Damit wir dann auch noch was anderes sehn, als denn Strand von Mancora, haben wir uns dann für Sonntag eine Tour gebucht. Mit den Touren ist das immer so ne Sache, weil das halt meistens immer so ein Rumgekutsche ist und man immer nur sehr kurz an den schönen Orten bleibt. Aber naja, is halt auch immer n bisschen schwierig sich alleine alles anzuschauen, da die Infrastruktur eben nicht so gut ist hier und die einzige Möglichkeit dann immer ein Taxi ist, was aber zu zweit halt dann auch verhältnismäßig teuer wird. Naja, also ne Tour. Als erstes ging's nach Punta Sal. Dort ist ein wirklich schöner Strand. Wie wir dann da am Strand lagen, hörten wir plötzlich ein seltsames Geräusch aus meiner Tasche kommen. Zuerst dachten wir, dass sei mein MP3-Player. Der war am Tag davor kaputt gegangen und ich war in tiefer Trauer und wollte die Hoffnung auf eine Wunderheilung nicht aufgeben. Denn diese Busfahrten und auch die Nächte im Hostel sind ohne MP3-Player nicht soo schön. Ich hatte in der Nacht zuvor auch von ihm geträumt, die Nacht darauf auch. Das nahm mich wirklich sehr mit. Naja, auf jeden Fall kam das Geräusch nicht von meinem MP3-Player sondern von meinem Feuerzeug, das Gas verlor. Da es für mich ohne Feuerzeug immer bisschen doof ist, und alle Peruaner Nichtraucher sind, wollte ich mir dann schnell n neues kaufen gehn. Hab also so ne Strandverkäufern nachm Weg zu nem Laden gezeigt. Sie meinte grad aus, dann die nächste rechts. Ich also los. Irgendwann ging es nicht mehr weiter. Also hab ich den nächsten nach dem Weg gefragt. Der meinte, links, und dann wieder rechts. Also gut. Hab dann kurz darauf zur Sicherheit nochmal wen gefragt. Der meinte dann, ich müsse umdrehen und n Stück grad aus laufen. Und dann kam auch der Laden. Aber es ist echt sehr oft so, dass man hier völlig in die falsche Richtung geschickt wird. Ich glaube, die Peruaner wollen einen einfach nicht im Stich lassen und raten einfach wild drauf los, hauptsache sie können dir irgendwie weiterhelfen bzw. das Gefühl geben, dass du Hilfe bekommst. Ist ja sicher nett gemeint, aber manchmal nervt es halt doch auch.

Naja. Dann ging es weiter, erstmal Mittagessen in Tumbes. Danach sind wir mit nem Boot aufs Meer. Sau witzig, da gibt's "Inseln", dass sind eigentlich aber nur Büsche. Die wachsen einfach aus dem Meer raus. Und auf diesen Buschinseln leben Vögel, keine Ahnung, was für welche. Aber die Männchen haben am Hals so ne rote "Blase". Und wenn sie verliebt sind, dann bläst sich die auf. Manche waren sehr verliebt, das sah super witzig aus. Anschließend dann noch n paar Städte bissle angeschaut und als letztes ging's dann zu so nem Vulkan, auf dem, bzw. in dem, so Schlamm-Heilbäder sind. Auf dem Weg sah es wirklich aus wie in Afrika, alles total vertrocknet. Echt arg. Aber dort regnet es halt einfach nicht. Sieht man auch an unsrem Hostel, da stehen z.B. die PCs einfach draußen und überhaupt gibt es nur die Schläfräume, alles andere ist Open Air. Naja, dort angekommen wurde uns dann erklärt, dass 2 der Bäder für die Haut sind und das eine für die Knochen. Und dann ging's rein. War natürlich supercool sich mit dem Schlamm einzureiben und so. Sau witzig. Das Problem mit dem Schlamm war nur, dass der echt in sämtliche Körperöffnungen kam. Duschen gab es dort natürlich keine, nur eben Wasser das man sich mit kleinen Gefäßen überschütten konnte um das Gröbste wegzukriegen. Bin dann auch nur in Handtuch und Bikini in Bus und hab mir im Hostel dann spontan eins ausgeborgt da meins so unglaublich dreckig war. Echt abartig.

Am Abend waren wir dann noch was essen und haben auch Seppo, den wir am Vortag kennengelernt haben, wieder getroffen. Dem war auch was witziges passiert. Er war am Abend zuvor mit so nem Mototaxi (sowas wie ne Rikscha mit Motorrad) von ner Strandparty zurück zum Hostel gefahren. Vor dem Hostel gab er dann dem Fahrer das Geld und wartete auf das Wechselgeld. Dies dauerte aber wohl recht lange, irgendwann kam auch einer ausm Hostel und hat gefragt, ob alles ok ist. Da meinte der Fahrer "jaja", und gab dem Seppo sein Wechselgeld. Der ging dann gleich rein und ins Bett. Am nächsten Morgen dann griff er in seine Geldbörse und holte einen 10-Soles-Schein raus, auf dem "sin valor" (ohne Wert) stand. Unglaublich ey, aber doch auch n bisschen witzig. Man muss eben echt immer aufpassen.

Der nächste Tag, Montag, war dann leider auch mein letzter Tag. Da mein Bus erst um 17 Uhr gehen sollte, gingen wir am Vormittag nochmal an Strand. Und Freunde, ich habe mich in 4 Stunden Strand glaub ich 6 mal eingecremt und ich war soo unglaublich rot. Grad ist Mittwochabend und ich habe immer noch Schmerzen. Naja, wie gesagt, um 17 Uhr sollte mein Bus starten. Waren dann auch um Viertel vor an der Station. Naja, um halb 6 war immer noch kein Bus da. Flavia, die mich begleitet hatte, musste dann auch zurück zum Hostel da sie mit ihrem Freund ein Skype-Date hatte (Sie blieb 2 Tage länger). Aber wir dachten ja, dass der Bus eh gleich kommt. Er kam dann um 19 Uhr. Natürlich. Naja, hatte aber netten Nebensitzer und wenigstens gute Filme. Zum Glück, denn manchmal kommt da echt Schrott und ich hatte ja keinen MP3-Player mehr. Nach 19h Fahrt, statt 18, war ich dann am Dienstag um 14 Uhr wieder wohlbehalten in Lima. Ich vermisse echt die Deutsche Bahn.

Dann schnell heim, ganz viel Unikram, denn am Donnerstag geht's Richtung Dschungel auf ein Festival. Juhu.

Ach ja, bin dann heute nach der Uni schnell losgehetzt, um mir noch schnell irgendnen billigen MP3-Player zu beschafffen. Hab den dann schön geladen, Musik drauf, usw. Wollte dann schauen, ob ich von meinem alten wenigstens die Musik runterbekomm. Das ging. Dann dachte ich mir, einmal versuch ich's noch, den anzubekommen. Was soll ich sagen. Er funktioniert einwandfrei. War ja klar.

Naja, jetzt muss ich bald mal Richtung Bett, morgen geht's nach Oxapampa.

Hasta luego

Einmal gute Nerven zum Mitnehmen bitte!

Donnerstag, 06.06.2013

So. Wie angekündigt bin ich dann letzten Mittwoch los nach Chile um von dort eine Tour in die Salzwüste zu machen. Los ging's direkt von der Uni. Uni aus - rein ins Taxi - ab zum Bahnhof - und los. Nach 20 Stunden Fahrt kam ich dann in Tacna an, das liegt an der Grenze Peru - Chile. Von dort ging's dann im Sammeltaxi nach Arica in Chile. Nach anderthalb Stunden Fahrt und 1 Stunde Zeitumstellung war ich dann da. Da ich bereits am Abend weiter wollte, mit dem Nachtbus nach San Pedro, hatte ich nicht soviel Zeit, war aber auch ein wenig müde von der Fahrt. Also erstmal schön an den menschenleeren Strand gelegt. Hat schon Vorteile wenn man außerhalb der Saison unterwegs ist. Danach fix was essen und noch bisschen Stadt anschauen und dann am Abend zurück zum Bahnhof und ab in nächsten Bus. Die Stadt, also Arica, hat mir echt supergut gefallen, wäre auch gern noch n Tag länger geblieben. Allerdings ist Chile nicht Peru und hat deshalb auch sehr viel höhere Preise. Fast wie in Europa. Also vielleicht doch gut, dass ich nur so wenig Zeit hatte.

Dann sollte es wie gesagt mit dem Nachtbus nach San Pedro gehen. Am nächsten Morgen war eine Zwischenstation in Calama, also einige Leute wollten eben dort aussteigen. Ich eigentlich nicht. Der Bus fuhr dann auch weiter, aber nur um 5 Minuten später wieder zum Busbahnhof zu fahren. Uns wurde dann erklärt, dass es leider nicht möglich ist, Calama zu verlassen. Blöd. San Pedro war nur noch zwei Stunden weg... Aber: Calama hat die größte Kupfermine der Welt. Die Minenarbeiter sind aber der Meinung, zu wenig Lohn und zu schlechte Arbeitsbedingungen zu haben. Vermutlich haben sie auch Recht. Auf jeden Fall haben sie deshalb sämtliche Straßen, die von Calama wegführen, blockiert. Da ich ja sowieso einen sehr sehr engen Zeitplan hatte, kam mir das echt super ungelegen. Im Bus habe ich dann noch 2 Deutsche und einen Australier kennengelernt. Zu 4 haben wir dann zum Glück einen anderen Bus gefunden. Dieser wollte nach Argentinien und der Busfahrer wollte versuchen, trotz der Blockade, San Pedro zu erreichen. Also los. Ich muss sagen, die Blockade und so waren echt beeindruckend. Der Busfahrer hatte dann ein riesengroßes Geschenk für die Arbeiter, wir denken, Schnaps oder so. Nach n bisschen Warterei und Unsicherheit ließen sie uns dann auch tatsächlich durch. So ein Glück. Am Mittag kamen wir dann in San Pedro an. Supersüße Wüsten-Touri-Stadt. Hab mich gleich wohlgefühlt. Dann erstmal ab ins Hostel, Chris der Australier hat mich bekleidet. War echt ein witziger verrückter Australier. Die anderen beiden hatten schon in nem anderen Hostel reserviert. Im Hostel dann erstmal duschen. Das war schön, war ja auch schon wieder 2 Tage her das letzte Mal... Dann essen und meine Dre-Tages-Tour buchen. Zu der komm ich dann noch. Chris hat mich dann überzeugt, mit ihm am Abend so ne Tour zum Sterne beobachten zu machen. Dazu muss man wissen, dass bei San Pedro das größte Radioteleskop der Welt steht und eben auf diesem Weg auch die größte Forschung weltweit dort betrieben wird (Einziger Konkurrent was die Astronomie angeht ist CERN in der Schweiz, nur damit ihr die Größenordnung habt). Der Grund dafür ist, dass man dort auch die meisten Sterne auf der Welt sieht. Ich wusste das natürlich nicht, aber da Chris soo geschwärmt hat und auch nur deshalb nach San Pedro gekommen ist, ließ ich mich überzeugen. Und es hat sich echt gelohnt. Hatten so nen Guide, der erst ganz viel erzählt hat und dann gab's 10 Teleskope durch die man schauen konnte. Wie schon gesagt, es gibt einfach unglaublich viele Sterne dort. Und da es die Südhalbkugel ist natürlich andere als in Deutschland. Man hat auch die Milchstraße ganz gesehen, also deutlich mehr als in Europa. Und durch das Teleskop hat man auch gesehen, dass Saturn wirklich ausschaut wie Zeichnung. Total unreal. Bin ja eigentlich nicht so die Megasterneschauerin. Aber das war echt krass.

Am nächsten Morgen um kurz vor acht (offiziell halb acht, aber anscheinend ticken nicht nur in Peru die Uhren langsamer) wurden wir dann abgeholt. Aus meinem Hostel kamen noch ein Südafrikaner und ein Franzose mit. Chris leider nicht, da er noch ein paar Sachen in San Pedro machen wollte. Aber die anderen waren auch cool. Beladen mit Wasserkanistern und Keksen ging's dann erstmal mit nem Transporter Richtung Grenze. Ebenfalls in unserer Gruppe waren noch Iris und Stefan aus Heidelberg. Überall diese Deutschen. Aber war echt ne coole Truppe, hat man auch gleich gemerkt. Nach 5 Minuten Fahrt waren wir dann an der Grenze von Chile nach Bolivien. Der Beamte schaut sich also meinen Pass an und betrachtet kritisch die verschiedenen Stempel und die Ein- und Ausreisedaten. Dann fragt er mich, was ich denn eigentlich treibe. Als ich ihm sagte, dass ich in Peru studier und deshalb immer nur kurze Reisen unternehmen kann, war er zum Glück zufrieden. Um kurz nach 8 waren wir dann fertig mit dem Ausreisen. Das Einreisen nach Bolivien kam erst viel viel später. Naja, wir waren also offiziell grad nirgendwo. Und dann mussten wir warten weil die Grenze geschlossen war. Eigentlich macht die um 8 auf, aber da es die letzten Tage geschneit hatte, mussten die Bolivianer erstmal schauen, ob denn auch alle Straßen frei sind. Unser Fahrer meinte, dass sei Schwachsinn, natürlich sind die frei. Aber die Bolivianer wollten das eben genau nachschauen. So um kurz vor 11 hatten sie sich dann vergewissert und wir durften endlich los. Nach ner halben Stunde Fahrt kamen wir dann an so ner Art Basiscamp an. Dort mussten wir dann offiziell einreisen. Außerdem sind wir auf Jeeps umgestiegen. Insgesamt waren es vielleicht so 15 Jeeps oder so, die auch alle ungefähr die gleichen Route vor sich hatten. Wir haben dann recht schnell noch 3 andere Deutsche kennengelernt, die zu 3 in einem Jeep waren. Ab da waren wir dann vor allem ne deutsche Truppe, da zufällig auch unsere Fahrer Freunde waren und wir dann immer ungefähr gleichzeitig überall hielten und auch in den gleichen Hostels waren, war ja ne 3 Tages Tour. War aber wirklich super super witzig. Die Tour an sich war natürlich auch der Hammer. Waren an sehr sehr vielen Lagungen und an so heißen Quellen. Dann ging's zu Geysiren. Die waren sau krass. Einfach riesige Krater im Boden aus denen Dampf kam und die sehr gestunken haben. Alles in allem war die Natur echt sau beeindruckend, sieht man hoffentlich n bisschen auf den Bildern. Nach noch mehr Lagunen ging's am Abend dann zum Hotel. Mitten in der Wüste. Wir dachten ja eigentlich, in der Wüste ist es am Tag heiß und in der Nacht kalt. Das das nur halb stimmt merkten wir schon am Tag. Denn sehr warm war es nicht... In der Nacht waren es dann minus 17 Grad. Ganz schön frisch.  Dank Schlafsäcken ging's dann bei mir mit dem Schlafen ganz gut, aber geschwitzt hab ich nicht. Den anderen ging's teils schlechter. Am nächsten Tag ging's dann weiter. Immer noch eiskalt. Noch n paar Lagunen, so n paar Felsen, Vulkane (Aktive, mit Rauch, auch bissle beängstigend). Das Problem war aber echt die Kälte. Die Hände waren komplett rau, alle 5 Minuten Labello auf die Lippen (Ja, bei mir ist das nix besonderes, aber da war es wirklich notwendig). Am Abend ging's dann wieder in ein Hotel. Dieses war ganz aus Salz gebaut und echt gemütlich. Aber eben auch nicht warm. Heizung oder Ofen gibt's in der Wüste natürlich auch nicht. Zum Glück aber ne warme Dusche. Die Gelegenheit musste natürlich genutzt werden, da ich ja nicht wusste, wann ich wieder duschen kann. In dieser Nacht hab ich wirklich gefroren. Und das, obwohl wir am Abend noch ein bisschen Wein bekommen haben und ich ja eigentlich Kälte gewohnt bin. Am nächsten Morgen ging's dann um 6 los in die Salzwüste, um den Sonnenaufgang zu sehen. Die Tage davor war nicht Salzwüste, sondern nur so ne normale Steinwüste. Die Salzwüste aber ist der Hammer. Das schaut aus wie Schnee und ist super um 1000 Fotos zu machen, mit so optischen Täuschungen. Problem ist nur die Kälte, weil es immer dauert, bis das Bild passt. Aber egal, das musste sein. In der Regenzeit glänzt sie wohl, aber da grad Trockenzeit ist, war es wie gesagt einfach nur weiß, soweit das Auge reicht. Man kann leider auch hier wieder net beschreiben, wie beeindruckend das ist. Sind dann noch auf die Isla de Pescado, also Fischinsel. Die ist mitten in der Salzwüste und voller Kakteen. Teils über 10 Meter hoch und über 1000 Jahre alt. Danach haben wir dann noch mehr Fotos gemacht. Hab leider noch nicht alle, lad vielleicht später dann noch mehr hoch. Weil das ist so cool. Find ich. Und ich hab immer Recht! Naja, haben uns dann noch ne Salzmine angeschaut und n paar andere Sachen. Am Ende ging's dann noch auf einen Zugfriedhof. Das war auch cool. Da stehen einfach ewig lang alte verrostete Züge rum. Hätte man auch einschmelzen und weiternutzen können, aber so ist's natürlich cooler.

Dann war die Tour leider auch schon vorbei, in Uyuni mussten wir uns dann verabschieden, zumindest mehr oder weniger, denn ich bin dann mit Kay, einem Deutschen, noch in Uyuni geblieben und über nacht dann nach La Paz gefahren.

Und ab da wurden meine Nerven dann wieder auf die Probe gestellt. Von La Paz hab ich einen Bus nach Puno (Titicacsee) genommen. Extra einen Direktbus, weil ich dann von Puno aus einen Bus nach Lima nehmen wollte und die immer so um zwischen 14 und 15 Uhr fahren. Eigentlich hätten wir um 13 Uhr in Puno ankommen sollen. Eigentlich. Leider saßen wir dann aber an der Grenze von Bolivien nach Peru 3 Stunden fest. Erst war der Bus kaputt, dann war der Busfahrer verschwunden. Da hab ich schon das Zittern angefangen. Dann wurde mir auch noch erzählt, dass in Puno grad die Busfahrer streiken. Allerdings sollte es an diesem Tag (Dienstag) gehen, Montag war ganz schlimm und Mittwoch sollte auch schlimm werden. Das hieß also, ich musste echt schauen dass ich nicht in Puno festsitze. Weil Puno gefällt mir eh nicht. Als wir dann um halb 4 in Puno ankamen, waren alle Limabusse natürlich grad weg. Na toll. Zum Glück gab es um 16 Uhr einen Bus nach Arequipa und von Arequipa fahren so um halb 11 Busse nach Lima. Mir wurde auch 10 mal versprochen, dass dieser Bus um 22 Uhr in Arequipa ankommt. Das Ding war nämlich auch noch, dass ich kein Geld mehr hatte bzw. grad noch genug für den Bus nach Arequipa und der Bankautomat in Puno leer war oder mir zumindest nix geben wollte. Naja, ich hatte ja quasi keine Wahl, also auf nach Arequipa. Im Notfall hätte ich dort auch wen gekannt, wo ich sicher hätte schlafen können. Aber ich wollte halt auch gern nach Lima. Zunächst hatte ich im Bus zwei Sitze für mich. Hatte mich schon gefreut, weil is natürlich bequemer und mehr Platz und so. Leider stiegen nach einer Stunde Fahrt in Juliaca noch Leute zu und ich bekam eine Nebensitzerin. Eine Peruanerin mittleren Alters. Die traditionellen Peruanerinnen sind immer klein und rundlich und haben tausend Schichten an. So auch meine Nebensitzerin. Die hatte sich auch noch ne dicke Decke umgebunden, damit sie ja nicht mehr auf ihren Sitz passt. Außerdem hatte sie 3 große Taschen voller Pullis und Zeug, was sie wahrscheinlich verkaufen wollte. Die hatte sie einfach bei uns in Fußraum gestopft. Es gab zwar natürlich Gepäckablagefächer und man kann das Gepäck auch abgeben, dann wird es unten im Bus verstaut, aber das wollte sie wohl nicht. Aber man braucht ja keinen Platz an den Füßen. Dann hat sie einer anderen Frau im Bus ihre Pullis gezeigt. Und natürlich einfach mich als Ablagefläche benutzt. Kein Problem. Danach hat sie 1000 Plastiktüten so über mích drübergeworfen, damit die dann neben meinen Füßen am Fenster liegen. Woanders war ja auch kein Platz mehr. Aber ich sag ja gar nix. Dann ist ihr aufgefallen, dass mir kalt ist. Da hat sie einen weiteren Riesenpulli ausgepackt und mich damit zu gedeckt. Das war sehr nett von ihr. Trotzdem alles n bisschen seltsam und ich hatte nicht soo viel Platz, weil ich meinen Sitz noch mit ihr teilen musste. Aber so ist das halt in Peru, ist ja irgendwo auch schön, dass man sich niemals fremd ist. Naja. Natürlich waren wir nicht um 10 sondern um halb 11 in Arequipa. Meine Nerven. Zum Glück stand genau vor unserem Bus in Arequipa dann so ein Schreier. Die Leute die hier was verkaufen wollen, schreien nämlich immer. Naja, auf jeden Fall hat der geschrien, dass es noch einen Bus nach Lima gibt. Mein Glück. Also schnell Geld abheben und noch Kekse kaufen und dann ab in den Bus. Der hätte übrigens auch um 22.15 fahren sollen, hat aber bis 23.15 gewartet. Natürlich war es kein toller Bus. Keine Decken (in den besseren Bussen gibt's die immer) und ich war ja eh immer noch durchgefroren. Außerdem gab's nur Abendessen, kein Frühstück,... Naja, dafür war er billig und ich war froh dass es doch noch irgendwie geklappt hat. Kam dann heut in Lima an. Die Busse hier haben meistens ihr Terminal in La Victoria. Das ist eh ein schlechtes Viertel und der Bus von heute hat noch an einer besonders schlechten Ecke gehalten. Der Taxifahrer hat mich dann auch gefragt, ob ich denn wahnsinnig sei, mich allein in diesem Viertel aufzuhalten. Sehr witzig.

Naja. Daheim gab's dann erstmal ne Dusche. Endlich, nach 2 Tagen Busfahren. Und jetzt geh ich mit den Mädels Anticuchos essen. Juhu.

Also bis bald.

Wart kurz, ich brauch noch Kekse!

Donnerstag, 23.05.2013

Nach den Prüfungen hatten wir uns dann echt mal ne Pause verdient. Fanden wir zumindest. Also direkt nach Flavia's letzter Prüfung ab in Bus und erstmal nach Arequipa. Nach 20 Stunden Fahrt kamen wir dann am Samstag morgen dort an. Da wir übers Couchsurfing einen Schlafplatz gefunden haben, ging's dann erstmal mit dem Taxi zu Percy. Der hat uns dann erstmal ne Runde Koffein gegeben und danach ging's dann mit ihm und Christiana, ne Deutsche, die auch bei Percy couchgesurft ist, los Richtung Innenstadt. Also ich kann euch sagen, Arequipa ist mit Abstand die schönste Stadt, die ich bis dahin in Peru gesehen hab. Außer Huacachina natürlich, aber das is ja nur ne Oase ;) Erstens ist die Stadt einfach mal nicht so mega runtergekommen, alle Häuser haben Fenster und sehen auch aus wie Häuser und nicht wie Ruinen. Und im Hintergrund hat man immer die drei Vulkane gesehen: Misti, Chachani und PichuPichu. Gigantisch. Percy hat uns dann auf jeden Fall durch die Stadt geführt, uns alles gezeigt und an jeder Ecke haben wir uns irgendwas typisch arequipenisches zum Essen gekauft. Das war schön. Waren dann auch auf so ner Alpacafarm. Die sind soo cool. Und dann haben wir uns natürlich um unsere Aktivitäten des nächsten Tages gekümmert. Los ging's früh um 6, erstmal n bisschen Trekken zu so nem Wasserfall. War echt cool, leider war das Wasser supersuperkalt, so dass wir dann auf ein längeres Bad verzichtet haben. Am Nachmittag ging's dann Raften. Und das war sooooooooooooooooo cool. Hammer. Natürlich war es auch wieder superkalt. Aber das war egal. Weil's so cool war. Sind dann auch noch von den Klippen ins Wasser gesprungen, um zu vermeiden, dass wir hinterher auch nur eine einzige trockene Stelle haben. Am Abend waren wir dann mit den Führern vom Raften und nem Belgier, mit dem wir uns dann für Cusco verabredet haben, noch was Essen und Trinken. War total witzig. Aber wir hatten schon die Tickets für die Busfahrt nach Puno, die auch an dem Abend dann über Nacht ging, so dass wir uns bald verabschieden mussten.

Morgens um kurz nach 5 sind wir dann in Puno angekommen. Und bereits vom Bahnhof aus konnte man den Titicacasee sehen. Unglaublich. Da haste das Gefühl, du bist am Meer. Haben dann erstmal am Bahnhof ne 2-Tagestour zu den Inseln gebucht. Wir wissen, es ist dumm am Bahnhof zu buchen, weil's da teuerer ist, aber das war uns in dem Moment dann echt egal. Und bisschen runterhandeln ging dann trotzdem, auch wenns immer noch n bisschen zu viel war... Naja. Dann erst mal frühstücken. Oben im Bahnhof waren zwei "Restaurants", in jedem sollte das Desayuno Americano 8 Soles kosten. Wir also zu dem einen hin, Flavia hat sich gleich hingesetzt, ich wollte nochmal kurz zu dem anderen schauen. Hab dann aber gesehen, dass dort die gleichen Preise sind und wollte wieder zurück. Da kam die Kellnerin her. Ich meinte zu ihr, dass die Preise ja eh gleich sind und dass Flavia eben schon bei dem anderen sitzt. Da ist die Kellnerin einen Sol mim Preis runter. Ich also zurück zu Flavia. Die Kellnerin dort ist aber da schon auf 6 Soles runtergegangen, weil sie gesehen hat, dass ich drüben geschaut hab. So ist das in Peru. Immer musste handeln und rumdiskutieren, weil die Preise aufs Handeln ausgelegt sind. Zwei Tage später sind wir übrigens wieder hin, haben der Kellnerin aber gesagt, dass wir nur 5 Soles bezahlen wollen. Das war auch in Ordnung, da gab's nicht mal ne Diskussion.

Um 8 ging dann Tour los. Also erstmal auf's Boot und los ging's. Mit in unserer Gruppe war auch die Cora aus Arnstadt, das ist gleich bei Ilmenau. Schön wie klein die Welt ist. Als erstes gings dann auf die Islas de Uro. Das sind schwimmende Inseln aus Schilf. Die Bewohner sind auch immer damit beschäftigt, die Inseln auszubessern, weil der Schilf natürlich schimmelt und einmal in der Woche die Insel komplett erneuert sein muss. Auch n Leben. Unser Guide hat uns auch erklärt, dass die Bewohner der einzelnen Inseln ihre Inseln manchmal zusammenbinden. Und wenn se kein Bock mehr aufeinander haben, dann trennen sie sich wieder. Das finde ich schön. Natürlich ist das alles supertouristisch aufgezogen, und man weiß auch nicht genau, ob die Inselbewohner nicht nachts aufs Festland gehen und dort schlafen... Aber war trotzdem cool. Sind dann auch noch n bisschen in so nem Schilfsboot rumgeschippert. Danach ging's dann nach Armantani, wo wir auch die Nacht bei ner Familie verbringen sollten. Dort haben wir dann erstmal bei der Familie gegessen. Warum auch immer sind die alle Vegetarier dort, aber war trotzdem lecker. Dann sind wir noch ganz nach oben gelaufen auf der Insel. Es war einfach unglaublich schön. Unglaublich. Am Abend durften wir dann die traditionelle Kleidung anziehen, und dann war noch so ne kleine Tanzerei. War halt auch alles mega touristisch. Aber trotzdem ganz interessant. Und ich hatte Donald Duck Bettwäsche. Da hab ich vor lauter Freude eh alles andere vergessen. Am nächsten Morgen ging's dann nach Taquile. Da ist es natürlich auch wunderwunderschön. Und dort kam mir das alles auch weniger gestellt vor. Ist auch echt interessant. Die haben dort keine Polizei sondern n ganz eigenes Rechtssystem. Es gibt mehrere "Comunidades", die alle eben ihre Chefs haben. Scheidungen und sowas gibts eh nicht. Ist für unsere Verhältnisse auch alles total witzig. Also, es geht los: Die Frauen fangen, sobald sie 5 oder 6 Jahre alt sind, an ihre Haare zu sammeln um damit dann später ihrem Zukünftigen einen Gürtel zu stricken. Ist ja nicht eklig oder so. Dann bei der Hochzeit werden zunächst beide Eheleute für drei Tage in Decken eingewickelt. Und zwar so, dass sie sich nicht bewegen können, wenn sie aufs Klo müssen, brauchen sie Hilfe von den Eltern. Nach den drei Tagen dürfen sie einen Monat ihr Haus nicht verlassen. Honeymoon. Dann haben alle ihre Mützen. Die Mädels, die Jungs, die unverheirateten, die verheirateten, ... Und, was auch schön ist, dort gibt es traditionell die "knitting man". Und dort ist es auch verpönt, dass Frauen stricken. Nur den Haargürtel dürfen sie machen. Aber sonst ist Stricken Männersache. Wenn man auf die Insel ziehen will, muss man auch alle Regeln kennen. Und das sind aber echt superviele, krieg nicht mal mehr die zusammen, die uns der Guide erzählt hat. Aber fand's echt ganz interessant. Am Nachmittag ging's dann zurück nach Puno.

Da Flavia nur ein 90 Tage Visum bekommen hatte und ich eh so in den See verliebt war, wollten wir dann noch für einen Tag nach Bolivien und auf die Isla del Sol. An dem Tag war das leider nicht mehr möglich, da die Grenze um 18 Uhr zu macht. Na klar, Feierabend muss ja auch mal sein. Also mussten wir dann eine Nacht in Puno verbringen. Und Puno war wieder so, wie wir peruanische Städte gewöhnt sind. Nicht sehr schön. Außer die Plaza de Armas, das ist der Hauptplatz, der ist immer schön. Aber sonst ist Puno auch einfach nur runtergekommen.

Am nächsten Tag ging's dann also los nach Copacabana in Bolivien. Das läuft dann so. Du musst an der Grenze aussteigen. Dann ausreisen, erst in irgendnem Amt, dann noch zur Polizei. Dann läufste nach Bolivien und musst dort dann eben wieder einreisen. Wir also aus dem Bus ausgestiegen, noch schnell Geld getauscht, Uhr vorgestellt, Bolivien hat nämlich ne andere Zeitzone und dann los in das erste Amt. Die Dame dort hat unsre Ausweise gebraucht und den Migrationszettel, den wir bei der Einreise nach Peru bekommen haben. Das war so n kleiner Zettel. Und ich wollte den nicht verlieren. Deshalb hab ich den in Lima ordentlich wie ich bin zu meinen sonstigen Unterlagen getan. Und da lag er immer noch. Die Frau meinte aber, dass ich ohne den Zettel nicht ausreisen kann. Ja da hatten wir aber kurz Panik. Also haben wir der Frau erklärt, dass ich aber unbedingt nach Bolivien muss und dass es da doch ne Möglichkeit geben muss. Naja, meinte sie, also für 20 Soles ( ca. 6 €) könnte sie mir n neues Zettelchen ausstellen. Ich total erleichert, drück ihr nen 100er in die Hand. Mit dem kam sie dann wieder, weil sie ihn nicht wechseln kann. Weil die Leute hier NIE Wechselgeld haben. Wir hatten natürlich auch nix kleines mehr. Da hätt ich echt gern geschrien. Sie meinte dann, 60 Bolivianos seien auch ok. Das ist zwar bisschen mehr als 20 Soles, war mir dann aber auch grad egal. Mannmannmann. Naja, hab dann n neues Zettelchen bekommen, dass sie dann aber eh einbehalten musste. Dann konnten wir endlich noch die anderen Stationen machen und nach Bolivien watscheln. Da wir natürlich 1000 Bilder von der Grenze machen mussten und ja eh schon ewig gebraucht hatten, waren wir dann auch die letzten und der Busfahrer hat schon ungeduldig gewartet. Dann ging's nach Copacabana. Wir steigen aus dem Bus aus und es fängt an zu regnen. Aber wie Sau. Flavia ist dann in n Internetcafé, aber das war mir zu langweilig und ich wollte Sachen kaufen. Also hab ich mein Zeug bei ihr gelassen und bin bissle die Straße runtergewatschelt. Da hat es dann auch noch angefangen zu hageln wie Sau. Aber echt arg. Und ich hatte nur FlipFlops an, weil ich mir die Tage davor ganz eklige Blasen gelaufen hatte und meine Füße schonen wollte. Naja, bin dann also die Läden. Und uns hatten schon viele Leute gesagt, dass die Bolivianer echt unfreundlich sind. Und ja das stimmt. Ich war bestimmt in 7 Läden. In einem einzigen bin ich überhaupt beachtet worden, obwohl ich überall die einzige Kundin war. Aber das hat die gar nicht interessiert. Die saßen einfach alle in ihren Hinterzimmern und wenn ich was von den wollte, zum Beispiel ihre Sachen kaufen, dann musste ich sie erstmal ewig herrufen. In Peru stürmt der Verkäufer immer gleich auf dich zu, sobald du auch nur vorm Laden stehen bleibst und zeigt dir alles usw. Aber in Bolivien ist das nicht so. Die mögen einfach keine Touristen, und das obwohl sie sich doch eigentlich über das Geld freuen könnten... Naja. Das Wetter wurde besser und wir sind dann noch zur Sonneninsel gefahren. Saßen dort aber nur rum, wollten bissle chillen und ich war ja eh in FlipFlops unterwegs. Am Abend gings dann, recht problemlos, zurück nach Puno, von wo wir dann gleich nach Cusco wollten.

Da wir den ganzen Tag nur Kekse gegessen haben, und auch an den Tagen davor sehr oft Kekse auf der Speißekarte standen, hat ich echt ein unglaubliches Verlangen nach was Anderem. Irgendwas. Weil wir aber keine Zeit mehr hatten, um richtig was zu essen, hab ich mir am Bahnhof schnell so n Brötchen mit Wurst und Käse gekauft. Flavia fragte noch, ob das wohl so eine gute Idee sei, weil es nicht so aussah, als würde das Brötchen richtig gekühlt, aber ich war davon überzeugt. Vier Stunden später, als ich mich im Bus in ne Plastiktüte übergeben hab, hatte ich meine Meinung dann geändert. Aber da wars dann halt schon zu spät. Und mir gings soo dreckig, das war nicht schön. Sind dann nachts um 4 in Cusco angekommen. Ich bin erstmal aufs Klo gerannt und wollte dann nur noch in n Hostel schlafen. Zwei Österreicherinnen, die wir unterwegs getroffen hatten, haben uns was empfohlen. Wir da also hin. Flavia hat geredet, ich hing derweil auf ner Bank. Und das Hostel war voll. VOLL. Ich hätte am liebsten geheult.Zum Glück hat uns der Kerl dann gleich ums Eck n anderes Hostel empfohlen, was auch superschön war. Sind dann also da hin. Haben dann auch die Nacht eben noch genommen, weil ich hab n Bett gebraucht, das ging gar nicht mehr. Lag dann auch den ganzen nächsten Tag im Bett, bzw. im Bad. Ich konnte nichtmal was trinken. Das war wirklich nicht schön. Flavia ist dann erstmal los, die Stadt erkunden, wegen Machu Picchu alles planen und organisieren, n Trekking fürn nächsten Tag buchen. Ich lag im Bett. Wollte am Nachmittag dann bissle mit ihr Spazieren. Nach 10 Minuten bin ich wieder heim. Am Tag drauf, Freitag, hat Flavia dann Trekking im Heiligen Tal gemacht, ich habe das leider leider noch nicht gepackt. Sie kam dann am Abend mit leuchtenden Augen wieder heim: Zum ersten Mal ist auch sie um Fotos gebeten worden. Normal werden die blonde Jasmine und dann halt ich immer gefragt, und die dunkelhaarige Flavia ist zu unexotisch. Aber ohne Jasmine und mich, durfte sie dann auch mal. Also war meine Abwesenheit sogar noch ne gute Tat ;) Und Guillermo, der Belgier den wir in Arequipa kennengelernt haben, kam an dem Tag dann auch an. Mit dem hab ich den so ne Stadtrundfahrt im Bus gemacht, um wenigstens n bisschen was zu sehen. Mehr ging nicht. Aber dafür kann ich sagen, dass das Hostel total schön ist :D

Am nächsten Tag ging's dann Richtung Machu Picchu. Endlich. Als erstes lag ne 7 Stunden fahrt in nem Minibus vor uns. Hatten aber ne ganz witzige Gruppe. 2 Engländerin und 7 Brasilianer. Und die die Brasilianer waren superwitzig. War dann echt ne Gaudi. Danach sind wir dann in Hidroelectrica angekommen. Von dort ging's dann 10 km zu Fuß nach Agua Calientes. Man hätte auch den Zug nehmen können, aber wir sind ja jung und fit. Außerdem hatten wir zu 3 nur einen Rucksack und den hat Guillermo natürlich getragen. Es gibt noch Gentlemen ;) In Agua Calientes angekommen dachten wir dann erstmal, wir wären aus Versehen nach St. Moritz oder so gelaufen. Luxushotel neben Luxushotel, europäische Preise, unglaublich. So was hab ich sonst au noch nirgends in Peru gesehen, das ist echt soo krass. Sind dann noch kurz in heißen Quellen baden gewesen. Ich hatte, mal wieder, Atemprobleme, die mir am nächsten Tag dann auch noch zum Verhängnis werden sollten. War aber auch alles echt n bisschen anstrengend, also der ganze Tag.

Nach viel zu wenig Schlaf ging's dann am nächsten Tag frühs um 4 los zum Machu Picchu. Ich war, warum auch immer, fix und fertig, und konnte kaum atmen und deshalb nur sehr langsam laufen. Guillermo aber, der ja den Rucksack und Rückenschmerzen hatte (wollte den Rucksack aber auch nicht abgeben), konnte nicht so langsam. Man muss aber sagen, der ist auch 19. In dem Alter war ich auch noch fit :D Naja, hab dann zum Glück die Brasilianer getroffen. Die waren auch eher unsportlich und zum Teil auch verkatert, so dass ich die anderen beiden dann aber losschicken konnte. Und der Aufstieg war soo anstrengend. Das sind nur Stufen. Sehr sehr viele Stufen. Waren fast anderthalb Stunden unterwegs. Haben auch sehr viele Pausen gemacht, und das nicht mal wegen mir ;), aber trotzdem. Oben angekommen haben wir uns dann auch wie Helden gefühlt. Und dann ging's in die Stadt. Das ist soo beeindruckend. Hätte ich echt nicht erwartet. Aber es ist unglaublich. Wirklich. Am Morgen, es war ja erst halb 7, war dann noch n bisschen Nebel da, sah aber echt krass aus. Später war's dann sehr warm und einfach wunderschön. Leider mussten wir dann um 11 schon wieder los.

Nach einer langen Fahrt sind wir dann abends um 10 wieder in unserem Hostel in Cusco gewesen, wo wir dann noch die letzte Nacht verbracht haben. In der Früh waren wir dann schnell aufm Markt, wo ich mir endlich Kokablätter gekauft habe. Die als Tee aufgebrüht sind nämlich super lecker. Leider natürlich illegal in Deutschland, auch wenn es quasi unmöglich ist, Kokain draus zu machen, weil man unendliche Mengen braucht. Aber naja, so isses halt.

Allerdings hatten wir nun ein anderes Problem. Eigentlich wollte ich auf dem Weg zum Markt Geld abheben. Ich hab eine Bank, bei der das nix kostet. Leider war der Bankomat leer. Also sind wir erstmal zum Markt. Und da gab's so schöne Sachen, teils auch echt billiger als in Lima. Also haben Flavia und ich unser Bargeld zusammengeschmissen, geschaut wieviel wir fürs Hostel und Mittagessen brauchen, und dann war mer shoppen. Der Plan war dann, dass das Taxi auf dem Weg zum Bahnhof an ner Bank halten soll. Sind dann ins Hostel Mittagessen. Waren dann echt spät dran, weil alles so lang gedauert hat. Hatten zusammen glaub noch so 2 Soles, so ca. 60 cent. Wollten dann dass der Taxifahrer bei der Bank hält, ging aber nicht weil die Straße gesperrt war. Wunderbar. Viel zu spät und ohne Geld. Zum Glück hatten wir dann den Guillermo dabei, der hat dann das Taxi gezahlt und am Bahnhof gabs dann noch nen Bankomaten. Zwar von der falschen Bank, aber das war uns dann auch egal. Es war schön, wieder Geld zu haben. Naja, dann sind wir also in Bus, bereit für ne 24 Stunden Fahrt. Erstmal kamen wir in Stau für fast 2 Stunden. Also eigentlich war das kein Stau, sondern einfach ne Baustelle die mitten am Tag komplett die Straße blockiert hat. Nach 6 h meinte Flavia dann, dass ihr echt sehr sehr übel ist. Da konnt mer schon fast nur noch lachen. Die Stewardess vom Bus (wie heißt dass denn) hat ihr dann Alkohol zum inhalieren gegeben. Hat auch geholfen. Hab ich aber noch nie gehört, dass das funktioniert. Seltsam. Hatten dann noch einen einzigen Halt. Zum Glück. Dort hat dann Flavia erstmal rückwärts gegessen. War also echt Zeit, dass wir heimkommen.

       

Und gestern, am Dienstag um 13 Uhr waren wir dann wieder in unserem lauten, dreckigen, chaotischen Lima wo wir erstmal mit ner Kürbiscremesuppe und Spaghettibolognese begrüßt wurden. Danke Jasmine und Matthias, ihr seid der Hammer!

Auf jeden Fall war's sehr sehr schön, Machu Picchu muss man echt gesehen haben. Nächste Woche geht's in die Salzwüste nach Bolivien. Ja, ich hab das Reisefieber bekommen ;)

Hasta luego

No te preocupes...

Dienstag, 07.05.2013

Da grad leider nicht so viel passiert, außer Uni, werde ich nun also über mein grad sehr langweiliges universitäres Leben berichten. Also ganz allgemein ist hier die Uni eher so wie Schule. Man hat Klassen von so maximal 30 Leuten, die Anwesenheit wird kontrolliert und man hat sehr oft Hausarbeiten oder Gruppenarbeiten. Gruppenarbeiten sind ja sowieso sowas, wo ich mich immer wieder drüber freu. Und Gruppenarbeit mit Peruanern vervielfacht diese Freude auch noch. Also mal ein Beispiel. In Deutschland wäre ich da ja sowas von asugerastet, aber hier wird man ja eher ruhiger. Ich habe eine Gruppenarbeit mit 4 Peruanern, da sollten wir n Essay schreiben über n Unternehmen und eben verschiedene Modelle und Analysen anwenden. Zunächst fings auch ganz gut an, wir haben uns nach dem Unterricht zusammengesetzt und die Arbeit aufgeteilt. Dann haben wir uns noch für den nächsten Mittwoch auf 13 Uhr verabredet um alles zusammenzubringen usw. An besagtem Mittwoch war ich also um kurz nach 1 da, dass die net pünktlich sind war mir ja eh klar. Zum Glück hatte ich die Flavia dabei, die um 2 n anderes Gruppentreffen hatte und aber nicht mehr heim gehen wollte. Also saßen wir da auf der Wiese und haben geredet. War schön. Um 13.45, nachdem immer noch keiner da war, hab ich dann fast aufgegeben, wollte noch kurz was aufm Campus erledigen und dann heim. Naja, bin dann auf'm Rückweg um 2 nochmal am Treffpunkt vorbei gelaufen und zum Ausgang. Plötzlich kam mir dann doch tatsächlich die Cecilia aus meiner Gruppe hintergerannt. Na toll. Aber gut. Außer Cecilia ist dann natürlich auch keiner mehr gekommen. Warum auch... Saßen dann zwar 1 h zusammen, haben aber irgendwie nichts geschafft. Das war echt unglaublich. Vor allem, da ich ja auch nur so halb ne Hilfe bin. Naja, Cecilia hat sich auch nicht dran gestört, dass keiner da war, außer mir. Am Donnerstag die Woche draufm wollten wir uns dann nochmal alle treffen, weil am nächsten Tag Abgabe war. Dieses Mal waren wir sogar zu 3!!! Leider hatten die anderen beiden Gruppenmitglieder uns nichtmal ihren Teil geschickt. Da es auch schon 17 Uhr war und wir die beiden nicht erreichen konnten, haben wir uns denen ihre Anteile eben aufgeteilt. Ist ja noch lange kein Grund, sich aufzuregen oder so. Die beiden Mädels die da waren, waren zum Glück so verständnisvoll und haben mir den leichtesten Teil überlassen, weil auf Spanisch so ne wissenschaftliche Arbeit zu schreiben ist dann doch n bisschen stressiger als auf Deutsch. Haben das dann alles gemacht und gut. Am nächsten Tag, an dem die Abgabe war, um 16 Uhr, hat der eine dann doch mal ne Mail geschrieben, dass er die anderen Tage keine Zeit hatte und hat uns dann auch noch seinen Teil geschickt. Von dem anderen Kerl haben wir nichts mehr gehört. Ihr merkt schon, ich könnte mich da n bisschen aufregen. Gleichzeitig macht mich die Gelassenheit der anderen auch fassunglos. Die haben immer nur "no te preocupes" (Mach dir keine Sorgen) gesagt. Das ist ja eh denen ihr Lebensmotte neben "tranquilo, tranquilo" (Immer mit der Ruhe). Naja, unglaublich jedenfalls. Und das war keine Ausnahme, nicht dass ihr denkt nur meine Gruppe sei so. Bei Flavia's Gruppe war's genau das gleiche, Jasmine's Gruppe hatte leider eh nie Zeit...

Naja, bei uns hat's dann ja noch geklappt. Und jetzt sind diese Woche erstmal die Zwischenprüfungen. Da bin ich ja sehr gespannt. Wobei ich sagen muss, der Stoff an sich ist echt nicht schwer. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich immer da war und aufgepasst und Hausaufgaben gemacht habe ;) Nur mit der Sprache, da bin ich mal gespannt, wie das wird :D

Ansonsten hab ich mich nun wirklich richtig gut eingelebt. Da das Urlaubsfeeling nun endgültig vorbei ist, fangen aber n paar Sachen auch manchmal an zu stressen. Zum einen diese "no te preocupes"-Einstellung. Alles ist so langsam und gechillt, alles dauert ewig und das Wort Stress existiert einfach gar nicht. Hab's mir heute erst wieder gedacht. Ich hatte vor ein paar Jahren n Gerstenkorn im Auge. Bin natürlich erstmal nicht zum Arzt. Mein Mitbewohner hat mich dann nachts gezwungen in die Notaufnahme zu gehen weil mein Auge angeschwollen ist und alles sich entzündet hat. Im Krankenhaus hab ich dann erstmal Ärger bekommen, warum ich erst so spät komme und dass, wenn ich noch später gekommen wäre, man das Lid hätte aufschneiden müssen usw. Dann wurde es gleich entfernt und alles war ok. Das ist Deutschland. Nun hat meine Mitbewohnerin Jasmine genau das Gleiche. Und es fängt auch grade an, sich zu entzünden. Also ist sie heute, Dienstag, zum Uniarzt gegangen. Der ist erstens umsonst und soll auch recht gut und so sein. Dann war sie dort. Obwohl nicht sehr viel los war, war es nicht möglich ihr das Gerstenkorn gleich wegzumachen. Nein. Sie hat am Freitag nen Termin. No te preocupes. ist ja alles kein Stress. Und so läuft hier alles. Einerseits ist das ja wirklich manchmal ganz gut, wenn man gezwungen wird, bisschen runterzukommen und sich nicht so zu stressen. Aber manchmal will man sich halt stressen und will das manche Sachen gleich erledigt werden. Und dann macht man sich auch mal Sorgen...

Naja, sonst sonst hab ich eher wenig erlebt. Bzw. wenig besonderes. Am Wochenende waren wir auf so nem Kunstfestival. Da waren in Barranco, nem Stadteil, einige Straßen gesperrt und dort waren dann Künstler aus aller Welt (der deutsche war natürlich besonders cool) und haben ihre Sache präsentiert. War teilweise halt so sehr abstrakt und man wusste nicht gaaanz genau, was die Sachen einem sagen sollen. Aber war witzig. Was wir sehr schön fanden war, dass wir dort echt viele Menschen zufällig getroffen haben, die wie kannten. Wie gesagt, wir sind angekommen.

Naja, am Freitag verreis ich jedenfalls wieder. Machu Picchu, Titicacasee und noch n paar andere Sachen.Das wird supertoll!!!

Hasta luego.

Et BOUM, c'est le choc!

Mittwoch, 24.04.2013

So, nachdem ich ja immer wieder von dem sehr sicheren Fahrstil der hießigen Verkehrsteilnehmer berichte, kam es letzten Freitag natürlich so, wie es kommen musste. Aber von vorne.

Da wir, natürlich, viel zu wenig zum Anziehen haben, und Schuhe braucht frau ja eh immer, sind wir am Freitag mittag erstmal auf nen Markt gefahren. Da 2 peruanische Freunde von uns wie immer Angst um uns hatten, dass wir überfallen, ausgeraubt oder übern Tisch gezogen werden, haben sie uns bekleidet. Natürlich haben wir uns nach 2 Minuten alle verloren, da es dort soooo viele Sachen und Stände gab, dass wir einfach nicht mehr klar denken konnten. Ich hatte die beiden Peruaner an meiner Seite, zu derem Pech, und bin dann erstmal auf Schuhsuche gegangen. Da hier das Handeln und die Suche nach dem besten Preis einfach dazugehört, sind wir dann erstmal an verschiedene Stände gegangen um die Preise zu vergleichen. Was ich wirklich reizend fand, war, dass mir grundsätzlich deutlich höhere Preise genannt wurden als den Peruanern. Die denken hier echt, dass jeder Mensch mit heller Haut automatisch reich ist. Da kannste halt auch nix machen. Aber ich bin ja schlau und hab dann eben den Arturo, also den Peruaner meine Schuhe kaufen lassen. Aber das haste hier echt immer und überall, dass die weißen Menschen einfach mehr bezahlen sollen, auch im Taxi usw. Hatte da auch neulich n sehr schönes Erlebnis, dass muss ich hier kurz einschieben. Da war's am Abend und ich hatte mich mit n paar Peruanern getroffen und musste dann alleine mit dem Taxi nach Hause fahren. Selbstverständlich haben mich die Peruaner zur Hauptstraße bekleidet, von der ich dann ein Taxi nehmen wollte. Wie schon gesagt, die kümmern sich echt immer. So. Dann hat also ein Peruaner für mich ein Taxi angehalten und mit dem Taxifahrer über den Preis verhandelt. Wollte der doch tatsächlich 10 Soles. Das hab ich sogar erkannt, dass das viel zu viel ist. Der Peruaner ist daraufhin auch ein bisschen ausgerastet und hat den Taxifahrer fast angeschrien, ob er denn eigentlich bescheuert sei und dass er hier mit einem Peruaner reden würde. Das Taxi ist dann weitergefahren und am Ende hab ich 6 Soles zahlen müssen. Aber wie gesagt, so ist das, weiße Haut=Kohle ohne Ende.

Naja, zurück zum Markt. So. Also ich hatte meine Schuhe und nen totalen Flash. Weil da wars soo groß und es gab soo viele Sachen. Hui. Naja, die Peruaner mussten dann irgendwann los und wir, 5 mehr oder weniger Deutsche, blieben. Als wir dann schließlich alle kein Geld mehr hatten haben wir uns ein Taxi genommen. Sind dann losgefahren, der Taxifahrer ist natürlich gefahren wie Sau aber da denken wir uns schon lang nix mehr bei. Und plötzlich, in nem Kreisverkehr, kam es wie's kommen musste: Wir sind einem hinten drauf gefahren. Das andere Auto war zum Glück n Jeep mit so nem Reifen hintendran, dem ist also nix passiert. Unser Taxifahrer ist dann erstmal raus aus dem Kreisverkehr und um nen Block gefahren. Als wir wieder zum Kreisverkehr gekommen sind war das andere Auto natürlich weg, aber unser Taxifahrer hatte plötzlich voll die Panik. Also beim nächsten Polizeiauto angehalten und das gemeldet. Dann hat der Taxifahrer noch mit seim Chef telefoniert, der Chef glaubte natürlich, dass Taxi hätte Fahrerflucht begonnen. War auch alles bisschen seltsam aber es ging soo schnell. Naja, auf jeden Fall war das Taxi vorne dann auch n bisschen am A****, aber uns is nix passiert. Aber war sehr sehr seltsam alles. In Deutschland wäre da sofort mitten im Kreisel gehalten worden um das zu klären, aber hier ist ja bekanntlich alles immer n bisschen anders. Mir wurde auch erzählt, dass hier allgemein viele Unfälle ohne Polizei geklärt werden. Das liegt wohl vor allem daran, dass viele Fahrer hier keinen Führerschein haben und es da natürlich nur so halbschlau ist, die Polizei zu holen...Man sieht das auch daran, dass die meisten Auto's nach einem Unfall auch einfach so weiterbenutzt werden. Dann sind se halt verbeult, die Lichter sind mit Tesa ans Auto festgeklebt, die Motorhaube steht halb offen, alles egal. Auch heute hatten die Flavia und ich wieder ein Prachtexemplar von Taxi erwischt. Erstens dachten wir wirklich, es fällt bald auseinander. Und ich kenn ja echt viele Schrottautos, unter anderem mein eigenes ;). Aber das war zu viel. Am schönsten war, dass leider die Blinker nicht mehr funktionierten und der Taxifahrer anstatt zu blinken immer seinen Arm aus dem Fenster gestreckt hat. Aber ist ja alles kein Problem, wir haben's überlebt und das Taxi hat es überraschenderweise tatsächlich bis zu unserem Haus geschafft.

So, soviel dann mal wieder zu meinem Lieblingsthema.

Da ich grad ziemlich viel für die Uni zu tun hab, könnt ihr damit rechnen, dass ich nun wieder mehr schreibe ;)

Hasta Luego

Wir haben doch keine Zeit...

Freitag, 19.04.2013

So. Also erstmal Sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Aber hier ist es echt so, dass immer alles ewig dauet weil alle so unglaublich langsam sind und deswegen schafft man hier einfach immer überhaupt nichts. Naja, da aber ja auch Uni ist, passiert unter der Woche nicht sooo viel...

Letztes Wochenende hat die Reiselust dann mal wieder gesiegt und wir haben beschlossen, einen Kurztrip nach Huancayo in den Anden zu machen. Da wir recht viel für die Uni zu tun haben, sollte es aber wirklich ein kurzer Kurztrip werden. Los gings mit dem Bus am Freitag um 23.45 peruanischer Zeit, Also n bisschen später ;) Da wir alle ziemlich fertig waren, haben wir dann auch gleich geschlafen. Das erste Mal bin ich um halb 5 aufgewacht. Frierend, mit Halsweh, Übelkeit, wundervoll. Das mit mir und der Höhe wird echt nix mehr. Samstagmorgens um 8 sind wir dann angekommen, auf fast 3500 m Höhe. Und mir gings echt dreckig. Aber da wir bereits am Sonntag in der Nacht zurückwollten, war für sowas keine Zeit,.. Also erstmal Frühstücken. Matthias, der mit uns unterwegs war, hat uns dann überzeugt Cocablätter gegen die Höhenkrankheit zu nehmen. Das sind so ganz normale Blätter, die man sich in die Backen stopft und die helfen sollen. Bin da aber noch nicht so ganz davon überzeugt. Mir ist eher noch übler geworden glaub ich. Danach haben wir uns dann für so nen Touri-Tagesausflug entschieden. Was echt ganz cool war ist, dass es in Huancayo zwar schon Touristen gibt, aber hauptsächlich peruanische. Der Ausflug war auch ganz interessant. Erstmal gings zu einigen Werkstätten und sowas, aber danach dann tatsächlich auch in die Natur. Es war aber von Anfang an echt deutlich, dass wir in Huancayo das "echte" Peru sehen. Und je weiter es aufs Land raus ging, desto deutlicher wurden die Unterschiede. Man muss dazu sagen, dass Huancayo früher die Hauptstadt von Peru war und dort die alten Kulturen, Inka und Huanca, noch relativ present sind, Unser Reiseführer hat uns auch einige Mythen und sowas erzählt, das war echt cool. Waren dann bei ner Lagune. Dort hat uns ein 12-Jähriger auf einem Böötchen rumgeschippert. Der hat auch erzählt, dass er arbeitet, seit er 8 ist. Das hat sich schon etwas seltsam angefühlt. Haben uns damit getröstet, dass er dafür später mords die Oberarme haben wird, aber war halt trotzdem komisch sowas zu hören. Danach sind wir dann zum Mittagessen in ein wunderschönes Dorf irgendwo im Nirgendwo gefahren. War echt wunderschön. Und ich hab, nur um Bilder machen zu können natürlich, Cuy (Meerschweinchen) gegessen. Mein Meerschweinchen war der Länge nacht durchgeschnitten und wurde mit Kopf, Beinen usw. serviert. Obwohl ich weiß, dass am Kopf das beste Fleisch ist, habe ich diesen Genuss dann doch dem Matthias überlassen. Bin halt doch nicht so hart wie ich dachte. Aber lecker wars trotzdem...Dann gings erstmal ins Hostel. Eigentlich wollten wir n bisschen Schlaf nachholen, aber ich war natürlich plötzlich topfit und habe mir überlegt, dass ich lieber Kaffee trinke und mich mit Koffein wachhalte. Da Peru ja bekannterweise ein Kaffeeland ist, ist es selbstverständlich fast unmöglich in Peru Kaffee zu bekommen. Und das obwohl ich meine Ansprüche echt schon runtergeschraubt habe. Aber naja. Hab dann gleich in der Nähe vom Hostel n Burger King gefunden und dachte mir, dass die es ja wohl hinbekommen einen halbwegs genießbaren Kaffee zu machen. Aber nein. Sie schaffen es nicht. Davon abgesehen, dass ich ne halbe Stunde gebraucht habe, in Deutschland wären das maximal 10 min. gewesen, war der Kaffee soo unglaublich süß. Obwohl der ungezuckert war. Ich weiß gar nicht wie die das schaffen. Aber naja, hauptsache Kaffee...

Am Abend haben wir uns dann noch mit zwei Peruanern getroffen. Der eine davon ist Bergführer, mit dem wollten wir uns dann am nächsten Tag treffen. Da es mir nach wie vor nicht soo gut ging, hab ich Mate de Coca getrunken. Da werden die Cocablätter als Tee aufgebrüht. Der ist auch echt gut und taugt mir mehr wie die Cocablätter einfach in den Mund zu nehmen. Ach ja, Cocablätter haben nicht wirklich was mit Kokain zu tun. Also die haben so in der Form keine berauschende Wirkung oder sowas und sind hier auch legal. In Deutschland leider nicht, deshalb kann ich keine mitbringen. Aber man braucht halt wirklich immense Mengen um daraus auch nur ein miniminibisschen Kokain herzustellen. Naja. Sind dann auch recht bald ins Bett, um für den nächsten Tag fit zu sein.

Am Sonntag sind wir dann nach einem ausgiebigen Frühstück (auf der Höhe habe ich immer das Essverhalten einer Schwangeren) mit Mate de Coca auf eigene Faust mit einem Taxi zu ner anderen Lagune gefahren und wollten dort dann bisschen auf nem Bergkamm rumwandern und uns Ruinen usw. anschauen. Für Flavia und Matthias hat das auch gut geklappt. Bei mir leider nicht. Ich bin ja eh schon recht unsportlich. Aber die Höhe die hat mich fertig gemacht. Kreislauf komplett am Ende, schwindelig, übel, keine Ahnung. Da haben auch die Cocablätter in meim Mund nix geholfen. Zum Glück waren Matthias und Flavia sehr fürsorglich und geduldig und so wurde es dann irgendwann besser und wir konnten bisschen rumwandern. War echt unglaublich schön alles. Is einfach krass die Natur. So gegen 5 haben wir uns dann mit dem peruanischen Bergführer vom Vortrag in Huancayo getroffen. Der ist mit uns zu "Torre Torre" gelaufen. Das sind so Felsen, auch am Berg, wunderschön. Zum Glück hatte Marco, der Peruaner, keinen Rucksack dabei und konnte meinen tragen. Mir gings nämlich wieder schlecht. Wie immer sobald es auch nur 1 m nach oben geht. Und ihr glaubt gar nicht, wie wütend ich war. Erstens weil immer alle auf mich Rücksicht nehmen müssen und zweitens weil es mich wirklich wirklich nervt. Hab mich dann 20 Minuten auf ne Wiese gelegt und die wunderschöne Aussicht genossen während die anderen ne Runde gedreht haben. Danach gings dann. Aber es nervt mich. Sind dann eben noch bisschen gelaufen, hatten dabei auch n wunderschönen Blíck auf die Stadt. Dann wollten wir in so ner Bergsiedlung noch was essen. Und dann ging der Regen los. Plötzlich war es brutal kalt und hat geregnet wie sau. Da unser Bus erst um 23.45 ging hat Marco und netterweise mit zu sich genommen. Seine Mama hat uns dann auch gleich was zu essen angeboten. Obwohl wir einfach drei Fremde waren. Die Peruaner sind wirklich unglaublich gastfreundlich. Und auch hart im Nehmen. Das Haus hatte nämlich keine Heizung und es war soo kalt. Unvorstellbar für uns so zu leben. Marco, der von den Huanca abstammt und deshalb auch n Kopf größer als alle anderen Peruaner war, hat uns dann noch n paar alte Inka- und Huancageschichten erzählt. Das war echt sau interessant und die hatten wirklich schöne Bräuche. Zum Beispiel glauben sie, dass Albträume die Zukunft vorhersagen. Also die Albträume haben immer bestimmte Bedeutungen. Wenn man den Albtraum einem fließenden Gewässer, also einem Fluss oder so, erzählt, dann trägt der Fluss ihn davon und es passiert nichts. Wenn man ihn jedoch einem Menschen erzählt, dann wird er war. Ich finde das aber mega schön, die Vorstellung. Leider mussten wir dann aber auch schon los.

Montag morgens um 7 waren wir dann wieder wohlbehalten in Lima. Es war wirklich sehr schön, nur leider viel zu kurz, da wir noch sehr viel mehr hätten machen können. Naja, der nächste große Ausflug geht dann wohl nach Cuzco, Puno und Arequipa (Machu Picchu, Titicaca See), da nehmen wir uns mehr Zeit...

Hasta Luego

Hakuna Matata

Dienstag, 02.04.2013

Wie angekündigt sind wir über Ostern mit einer Truppe von circa 30 Leuten nach Ayacucho gefahren. Los gings um 22.30 Uhr peruanischer Zeit, also um 23.30 Uhr, wenn man einen Europäer fragt. War dann aber ziemlich müde und bin recht schnell eingeschlafen. 7 Stunden später und 3000 m höher bin ich dann irgendwo im peruanischen Nirgendwo wieder aufgewacht. Und dann gings mir erstmal schlecht. Sehr schlecht. Hatten zwar die Fenster im Bus offen, aber das mit dem Atmen hat trotzdem nicht soo gut funktioniert. Dazu kam Kopfweh und Übelkeit. Echt heftig, denkt man sich so gar nicht. Aber naja, war ja eigentlich klar. Der Busfahrer meinte dann auch, dass wir gleich da seien, was dann drei Stunden später auch der Fall war. Naja, war halt ein peruanisches "gleich". War aber nicht so schlimm, denn erstens gings mir sowieso viel zu schlecht, um aufzustehen, und zweitens war die Landschaft so unglaublich schön. Wahnsinn. Sobald wir uns dann aber Ayacucho näherten und die ersten Dörfer kamen wurde einem schnell klar, dass wir nun im echten Peru sind. Unglaubliche Armut. Ganz anders als Lima. Die Menschen hausen in Hütten, größtenteils ohne Fenster, also lediglich mit Löchern in den Häusern. Und das in den Highlands, wo es auch echt mal kalt werden kann. Wie wir dann spätestens in Ayacucho feststellen mussten, waren das aber keine Slums oder so, sondern einfach ganz normale Häuser für die dortigen Verhältnisse.

Als wir in Ayacucho ankamen, hatten einige, leider auch ich, immer noch brutale Probleme mit der Höhe. Dazu kam ein unglaublicher Smog. Auch ohne die Höhe wäre das Atmen sau schwer gewesen. So viel verschmutzte Luft, alles war grau und bäh. Wie immer in Peru, mussten wir dann erstmal warten. Hier muss man immer auf irgendwas warten. Immer. Aber naja, sind dann kurz ins Hostel, das war auch ganz ok, und dann erstmal auf die Plaza de Armas. Die gibts in jeder Stadt und dort ist es auch immer wunderschön. So die ganze Stadt mega heruntergekommen, aber die Plaza de Armas und ihre direkte Umgebung sieht immer super aus. Schnell frühstücken und dann erstmal ins Hostal schlafen. Nachmittags waren wir dann auf nem Handwerkermarkt und sind bissle durch die Stadt geschlendert. Plötzlich waren auch ungefähr alle Menschen auf der Straße. Bzw. in den Kirchen. Dort ist es Tradition, dass man am Gründonnerstag ganz viele Kirchen besucht. So viele so LANGSAME Menschen. Es war nicht so schön. Sollten eigentlich 7 Kirchen anschauen, aber nach 2 hats uns dann auch gereicht. Also wieder ins Hostal schlafen, man kann sich echt nicht vorstellen, was diese Höhe mit einem macht... Nach ner Schmerztablette und ner halbwegs warmen Dusche (der letzten vorerst, aber das wussten wir da noch nicht) gings dann noch n bisschen feiern.

Am nächsten Morgen gings nach viel zu wenig Schlaf und ner EISKALTEN Dusche los auf nen Tagesausflug. Unterwegs hat man wieder krasse Armut in unglaublich schöner Natur gesehen. Ich kann das nur immer wieder sagen, das ist echt krass. Als erstes gings dann zu der Stelle, an der Lateinamerika unabhängig wurde. Naja, wundert mich nicht, dass die Spanier verloren haben. Auf 3600 m Höhe kann man nämlich gar nicht atmen. War auch blöd von denen, da überhaupt hinzugehen. Da wir vom Bus aus noch nen kurzen Aufstieg vor uns hatten, hat uns auch der Führer erstmal Eukalyptusblätter abgepflückt, die wir inhalieren sollten. Hat auch geholfen, denn man kann echt schwer atmen. Aber die Peruaner sind sowieso immer sehr besorgt um uns. Bin auch ca. stündlich gefragt worden, ob ich mich denn ja mit Sonnencreme eingeschmiert habe. Ist aber sehr nett. Oben war es dann ganz cool. Ich habe auch 1000 Fotos gemacht, aber ich bin halt ein Pechvogel und irgendwie fehlt mir jetzt die Hälfte der Fotos. Vielleicht hab ich Glück und irgendwer kann die noch retten, keine Ahnung was schon wieder passiert ist. Aber kein Problem, ich bins ja gewohnt. Außerdem bin ich in Peru, da macht man sich um sowas eh kein Kopf. Ist halt so, das Leben geht weiter... Und ihr müsst halt mit dem was ich hab vorlieb nehmen, weil natürlich hab ich die meisten Bilder gemacht, so dass mir auch die Bilder von den anderen nicht viel nutzen... Anschließend gings dann Mittagessen. Das schönste Essen hatte meine Mitbewohnerin Flavia bekommen (das Bild ist natürlich auch weg): Reis mit Nudeln und Kartoffeln. Naja, satt ist sie auf jeden Fall geworden. Wobei man aber sagen muss, Kartoffeln und Reis als Beilage ist hier normal, das haste fast immer. Aber die Nudeln dazu war schon sehr abwechslungsreich... Und dann hab ich MEERSCHWEINCHEN probiert. Und ja, es war wirklich ganz gut. Bisschen stressig weil so n Meerschweinchen aus 13216 winzigen Knochen besteht. Aber lecker. Anschließend gings dann in so ne Art Freilichtmuseum der Wari. Das war eine Kultur die vor den Inkas hier lebte, über die man aber nicht so viel weiß... Anschließend gings dann heim schlafen. Und dann wollten wir duschen. Aber nein. Kein Wasser. Gar keins. Auch keine Klospülung. Kein Problem, Hakuna Matata. Und zuviel Duschen trocknet ja eh die Haut aus. Und dann trinkt man einfach nichts mehr, dann muss man auch nicht auf Toilette. Kein Stress. Abends sind wir dann wieder zur Plaza de Armas gefeiert. Dort gabs ne Prozession. Da sind ganz viele Menschen mit Kerzen und nem gläsernen Sarg mit Jesus drin prozessiert und haben Jesus zurück in die Kirche getragen, aus der sie ihn hergeholt haben. Danach gings dann wieder feiern. Es war auch wieder die ganze Stadt plus 27638764 Touristen unterwegs. Hier feiert man nämlich wenn man trauert, ist ja oft so in Südamerika und anderen Ländern.

Samstag frühs gings dann, immernoch ungeduscht da immernoch kein Wasser, wieder zur Plaza um an einer Stierhetzjagd teilzunehmen. War dann auch egal: Mir gings immer noch nicht ganz gut wegen der Höhe und der Luftverschmutzung, ich hab Meerschweinchen gegessen und ungeduscht war ich auch. Also was solls. Natürlich hats wie immer mit warten angefangen. Ab und zu sind ein paar Reiter durch die Menge geritten. Und immer wieder haben Menschen Pyramiden gebaut. Überall. Verrückt. Haben dann zwar ewig in einer unglaublichen Hitze gewartet, aber nix gesehen. Standen aber auch eher am Rand, weil wir dann doch n bisschen Angst hatten und das eigentlich auch nicht gut finden können. Haben dann auch keinen Stier gesehen, da wir nach 3 Stunden dann lieber essen und anschließend schlafen gegangen sind.

Am Abend war dann überall Feuerwerk und soweiter. Waren dann aber nicht soo lang unterwegs, weil wir ziemlich fertig waren. Am So war um 4 Uhr morgens dann irgendne Prozession, aber auf die haben wir verzichtet. Es ging einfach nicht. Und dann sind wir aufgewacht. Und die Dusche ging. Und die Klospülung. Es war ein Traum. Das Wasser war natürlich unendlich kalt. Aber WASSER. Das war soo schön. Dann gings wieder zurück nach Lima. Natürlich mit ner Stunde Verspätung. Waren so 30 Leute im Bus. Mit einer Toilette. Die man nicht abziehen konnte. Naja, muss ja nicht erzählen, wie schnell das eklig wird. Und zwar so schlimm, dass man sie echt nicht mehr nutzen kann. In Deutschland wäre das ja kein Problem, da kann der Bus ja alle 50 km an ner Raststätte anhalten. Wenn man aber stundenlang durchs Nirgendwo fährt, geht das halt nicht. Nach 5 h Fahrt hatten wir dann endlich ne Toilette gefunden. Ich versteh auch nicht, warum der Bus nicht einfach in der Pampa angehalten hat, aber egal. So. Natürlich mussten dann alle mal austreten. Und plötzlich war der peruanische Busfahrer super ungeduldig. Haben uns ja echt gefragt, ob es normal ist, 10 Stunden einfach durchzufahren... Aber naja, nachts kamen wir dann in Lima an. Das schönste hier ist das warme Wasser. Hammer. Heute vormittag kam dann ne Freundin die auch mit dabei war: Bei ihr zuhause geht das Wasser nicht. Aber sie hat einfach gelacht. So wird man hier. Unendlich ruhig und gechillt. Macht ja eh keinen Sinn sich aufzuregen. Ich bekomme wahrscheinlich auch einen Mega Kulturschock wenn ich nach Deutschland zurückkomme und plötzlich wieder alles so schnell ist und alles immer funktioniert... Aber eigentlich ist das auch ein bisschen schön hier. Man akkzeptiert einfach alles, ändern kann man's ja echt nicht. Hakuna Matata

Eigentlich bin ich doch nur zum Spaßhaben hier...

Mittwoch, 27.03.2013

So. Ich lebe noch. Nach unserer Reise ging dann am Montag die Uni los. Also ich muss sagen, der Campus und das alles ist echt sau schön und neu und so. Insbesondere die bereits erwähnten Rehe und Eichhörnchen sind supercool. Aber sonst ist die Uni hier doch ein bisschen anders, disziplinierter, als bei uns.Obwohl ich nur drei Kurse hab, und einer davon auch noch virtuell ist, hab ich doch deutlich mehr zu tun als in Deutschland. Und das liegt nicht nur an dem Spanischen. Gefühlte 13214 Gruppenarbeiten, Tests, Zwischenprüfung, Abschlussprüfung, Fallstudien,... Bei den Professoren hab ich soweit Glück gehabt. Hab ja nur 2. Der eine ist sehr nett und redet auch recht deutlich. Und der andere ist supernett aber auch leider sehr übermotiviert und um mich besorgt. Damit ich nicht vereinsame und am Ball bleib, ruft er mich einfach so alle 10 Minuten mal auf. Er kennt natürlich auch meinen Namen, da ich die einzige Europäerin bin... Das Schlimmste ist, dass die Vorlesungen hier zwischen 2 und 3 Stunden dauern. Ich find ja schon die 90 Minuten in Deutschland grenzwertig. Aber 3 Stunden die ganze Zeit konzentriert aufpassen ist schon echt nicht soooo cool. Aber naja, so ist es halt.

Am Donnerstag waren wir dann erstmal feiern um die erste Uniwoche zu verarbeiten. War echt cool, aber sehr viele Austauschstudenten. Sind mit dem Taxi hingefahren. Da wir nur zu 7 waren, hat ein Taxi ja völlig ausgereicht. Natürlich. Also 2 auf den Beifahrersitz, der Rest gestapelt auf die Rückbank. Und es ist ja nicht so, dass man irgendwie mal vorsichtiger fährt wenn man eh viel zu viele Menschen dabei hat. Nein. Da hier überall solche Wölbungen in der Straße sind, damit die Autos langsam fahren, wurden wir ein bisschen durchgeschüttelt. Da es der Taxifahrer anscheinend eilig hatte, hat er sich dann auch nicht so sehr dafür interessiert, welche Farbe die Ampeln gerade zeigen. Oder er hatte eine rot-grün-Schwäche. Auf jeden Fall bin ich in meinem ganzen Leben noch nie über so viele rote Ampeln gefahren wie an diesem Abend. Aber sind dann heil angekommen. Man hat dann nur auch im Club gemerkt, dass wir hier die Exoten sind. Da wirste echt die ganze Zeit angequatscht. Aber ich will ja auch Menschen kennenlernen.

Am Freitag hat dann Peru gegen Chile Fußball gespielt. Das hat sich angefühlt, als ob Deutschland gegen Italien im WM-Finale stehen würde. Den ganzen Tag überall Stände mit Merchandising auf den Straßen. Allgemein sind die Peruaner anscheinend sehr fußballverrückt. Die Frage nach dem Lieblingsverein ist auch immer eine der ersten, wenn man sich kennenlernt. Selbst mein Professor hat mich danach gefragt. Dann hab ich VfB Stuttgart gesagt. Und er hat mich gefragt, ob der in der zweiten Liga spielt :( Hat sich dann aber rausgestellt, dass er nur mit "VfB" nix anfangen konnte. Hats gleich gegoogelt und sich entschuldigt :D Einige Peruaner schauen sogar auch den deutschen Fußball, weil der besser ist oder keine Ahnung. Die kennen sich da auch echt aus. Verrückt. Auf jeden Fall war dieses Spiel echt wichtig für die Peruaner. Da es der letzte Abend einer Mitbewohnerin war, haben wir es zusammen mit ein paar Peruanern, die auch zwischendurch ein wenig ausgerastet sind, bei uns im Haus geschaut. Zum Glück hat Peru gewonnen. Sind dann anschließend losgezogen, um zu feiern. War auch echt krass, die Straßen waren voller Menschen in Trikots die gefeiert haben... In der Disko wars dann auch echt cool, nur haben die Peruaner halt echt ein Körpergefühl und können tanzen und ich halt leider nicht. Die sind aber sehr geduldige Lehrer, so dass ich fest davon überzeugt bin, als erstklassige Samba- und Salzatänzerin nach Deutschland zurückzukommen.

Samstags waren wir dann im Zoo. Naja, Tiere halt in zu kleinen Käfigen und Gehegen... Ganz cool war aber erstens, dass es halt echt nur Tiere waren die auch in Peru leben, und dass der Zoo auch in die drei Bereiche Dschungel, Sierra, Küste aufgeteilt ist, als entsprechend zur peruanischen Landschaft. Dort gab es auch Meerschweinchen zu essen... Habs noch nicht probiert, werd ich aber sicher noch tun...

Am Samstag Abend war dann nicht mehr viel. Aber am Sonntag sind wir dann am Nachmittag ans Meer gefahren. Das ist soooo cool. Hier kann man einfach so spontan aufn Nachmittag ans Meer. Nur muss ich sagen, das Meer hier ist halt echt nich die Adria. Die Wellen hier sind echt sau krass. Mich hats natürlich auch erstmal ein wenig verspult und mitgespült, aber ich lebe noch. Und ich freue mich, dass ich am Meer wohne. Das kann ich gar nicht oft genug betonen.

Ja, dann ging die zweite Uniwoche los. Also nix großes. Heute Abend fahr ich übers Wochenende nach Ayacucho, wo wohl ziemlich cool Ostern gefeiert wird. Da gibts dann sicher auch wieder mehr Bilder.

Besitos

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